Stadt Grevesmühlen, zugleich Verwaltungs­behörde für das Amt Grevesmühlen-Land
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Historisches
Die Chronik von Grevesmühlen

1230 Erstmalige Erwähnung des Ortes Grevesmühlen im Ratzeburger Zehntlehenregister

1314 Unter dem Schutz Dänemarks findet in Grevesmühlen eine „glänzende Fürstenversammlung zwecks Bündnisschlusses zur allgemeinen Aufrechterhaltung von Ordnung und Frieden“ statt.

1359 Herzog Albrecht von Mecklenburg bestätigt Grevesmühlen das Lübsche Recht sowie weit reichende Handelsfreiheiten.

1471 Die Errichtung einer neuen herzoglichen Zollstätte bei Grevesmühlen schränkt den Durchgangshandel immer weiter ein, da die Hansestädte diesen nun immer mehr auf den Wasserweg verlegen.

1525 In Grevesmühlen wird durch Herzog Heinrich V. eine landesherrliche Münzstätte eingerichtet, die dann von Herzog Ulrich II. bis 1585 genutzt wird.

1540 Die Reformation hält Einzug in Grevesmühlen

1627 Im Dreißigjährigen Krieg muss Grevesmühlen erstmalig eine kaiserliche Garnison aufnehmen. Die Kontributionen und Einquartierungen saugen die Stadt aus.

1630 Grevesmühlen wird geplündert, über 30 Gebäude werden durch Brandstiftung in Mitleidenschaft gezogen.

1653 Am 22. Juni verleiht Herzog Adolph Friedrich der Schützenzunft Grevesmühlen ihre Privilegien.

1659 Am 15. Juni wird die Stadt durch eine Feuerbrunst fast völlig zerstört. Rathaus, Schloss und Kirche werden bis auf die Grundmauern zerstört und 114 Bürgerhäuser vernichtet.

1663 Turm und Dachstuhl der Kirche können durch Spenden wieder aufgebaut werden.

1715 Das Rathaus wird neu aufgebaut.

1756 Grevesmühlen brennt erneut. Insgesamt werden 59 Häuser, 8 Scheunen und viele Ställe vernichtet. Über ein Viertel der Stadt liegt in Schutt und Asche.

1786 Bürgermeister Voß wirkt in seiner Amtsperiode bis 1806 in verdienstvoller Weise für die Stadt. Neue Straßen werden angelegt, Scheunenviertel entstehen außerhalb der Stadt, Strohdächer sind innerhalb der Stadt nicht mehr zulässig.

1790 An der Nordseite des Marktes wird ein neues fürstliches Haus, das so genannte Amtshaus, nach vierjähriger Bauzeit fertig gestellt.

1824 Grevesmühlen erhält eine neue Stadtordnung und damit eine repräsentierende Bürgerschaft.

1854 Einweihung des neuen Schulhauses am Kirchplatz für 452 Schulkinder

1856 Die Stadt hat 578 Häuser und 3.502 Einwohner. Am 16. Februar wird Rudolph Karstadt in Grevesmühlen geboren, er begründet später den Karstadt-Konzern.

1878 Rudolf Wiechmann erbaut eine Windmühle, die im Stadtgebiet, als einzige ihrer Art, bis heute erhalten blieb.

1879 Einweihung des Großherzoglichen Amtsgerichtes am Sedanplatz.

1893 Gründung der Malzfabrik Grevesmühlen GmbH

1897 Grevesmühlen erhält nach dem mittelalterlichen Siegelbild sein Stadtwappen und 100 neue Straßenlaternen.

1900 Einweihung der Knabenschule, heute Fritz-Reuter-Schule

1907 Markt und obere Lübsche Straße erhalten eine Kanalisation

1911/12 Grevesmühlen erhält mit dem Bau des Wasserturms eine zentrale Wasserversorgung. Am 20. Dezember wird die Stadt an das Elektrizitätsnetz angeschlossen.

1914-18 Im Ersten Weltkrieg lassen 175 Bürger der Stadt und 66 Einwohner der dazugehörigen Gemeinde ihr Leben.

1918 Während der Novemberrevolution bildet sich am 12. November ein Arbeiter- und Soldatenrat.

1920 Grevesmühlen ist Zentrum des Kapp-Putsches innerhalb des Amtes Grevesmühlen.

1921/22 Nach den Plänen des Grevesmühlener Stadtbaumeisters Karl Krämer entsteht das Amtshaus, an der heutigen Goethestraße, das ab 1934 als Finanzamt, zwischen 1952 und 1991 als sowjetische Kommandantur und nach einer Sanierung 1994 bis 2005 von der Stadtverwaltung auch als Rathaus genutzt wurde.

1933 Die plattdeutsche Gilde initiiert im Einvernehmen mit dem Rat der Stadt die Einrichtung eines Heimatmuseums. Die entstehende Sammlung wird im Mädchenschulhaus untergebracht.

1934 Neugründung des Kreises Schönberg mit den Ämtern Grevesmühlen und Schönberg, Kreisstadt wird Schönberg.

1939-45 Während des Zweiten Weltkrieges fallen 350 Einwohner der Stadt und der dazugehörenden Dörfer an den Fronten oder sterben in Gefangenschaft.

1945 Mit der Besetzung durch amerikanische Kampftruppen endet für Grevesmühlen am 3. Mai der Zweite Weltkrieg. Einige Tage später übernehmen die Engländer die Stadt. Am 1. Juli besetzt die Rote Armee Westmecklenburg und Grevesmühlen.

1948 Nach den Enteignungen entstehen das Säge- und Betonwerk als erste „Volkseigene Betriebe“.

1949 Am 2. August wird Grevesmühlen Kreisstadt im Land Mecklenburg. Am 07. Oktober erfolgt die Gründung der DDR.

1952 Auflösung der Länder, Grevesmühlen bleibt Kreisstadt des neu gegründeten Kreises Grevesmühlen im Bezirk Rostock. Gründung des VEB „Diamant“ Bekleidungsindustrie; er entwickelt sich zum wichtigsten Industriebetrieb der Stadt und des Kreises Grevesmühlen.

1957 Das Cap-Arcona-Ehrenmal auf dem Tannenberg wird als letzte Ruhestätte für die Schiffskatastrophe vom 3.5.1945 übergeben.

1957-67 Bau des AWG-Viertels am Questiner Weg als erstes Neubauviertel der Stadt.

1968 Gründung des Betriebsteils Grevesmühlen des VEB Kombinat Getreidewirtschaft in der Lübecker Straße

1970-74 Das Neubauviertel Ploggenseering wird in zwei Etappen gebaut.

1975 Grevesmühlen hat 11.924 Einwohner

1976 Das Versorgungszentrum mit Kaufhalle und Restaurant wird eingeweiht.

1978 Die Umgehungsstraße (heute B105), mit deren Bau 1976 begonnen wurde, ist durchgängig befahrbar.

1978-81 Das Neubauviertel Grüner Ring/Kastanienallee entsteht.

1987 Mit dem Neubauviertel „Am Wasserturm“ dehnt sich die Stadt weiter aus.

1989 9. November, Öffnung der DDR-Grenzen zur Bundesrepublik Deutschland

1990 Bei den ersten freien kommunalen Wahlen am 6. Mai erringt in Stadt und Kreis Grevesmühlen die CDU den Sieg. Am 10. September erfolgt der Beschluss der Stadtvertretung zur Überführung von volkseigenem Vermögen in kommunales Eigentum. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober bleibt Grevesmühlen Kreisstadt im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

1991 Am 10. Juni beschließt die Stadtvertretung das „1. Maßnahmeprogramm zur Städtebaulichen Sanierung der Grevesmühlener Altstadt“. Die 1989 begonnene Katholische Nils-Stensen-Kirche wird geweiht.

1993 Die Malzfabrik Grevesmühlen wird als Einkaufs- und Verwaltungszentrum übergeben.

1994 Einweihung des Gebäudes Goethestraße 1 als neues Rathaus. Das Heimatmuseum Grevesmühlen hält Einzug in die Große Seestraße 1. Die Stadt Grevesmühlen hat etwa 11.200 Einwohner und wird Kreisstadt des neuen Großkreises Nordwestmecklenburg.

1997 Das seit 1928 als Rathaus genutzte Amtshaus am Markt wird Amtsgericht.

1998 Der neu erbaute Rathauskomplex hinter dem Amtsgericht wird übergeben.

2001 Sanierung des Amtshauses am Markt

2005 Nach der Modernisierung des Amtsgerichtsgebäudes am Karl-Liebknecht-Platz wird das Amtshaus am Markt Teil des Rathauskomplexes.

2006 Einweihung und Übergabe des Museums- und Vereinshauses am Kirchplatz 5 an die Stadt Grevesmühlen.

2006 Modernisierung der Sportanlage am Tannenberg mit Erneuerung der Leichtathletikanlagen und des Hauptfeldes

2007 Fertigstellung der neuen Freilichtspielstätte des Piraten-Openair-Theaters Grevesmühlen im Juni 2007 an der Schweriner Landstraße

2007 Fertigstellung der Neugestaltung des Kirchplatzes im Rahmen der Altstadtsanierung

2008 Errichtung des Elefanten-Brunnens im Eingangsbereich der Bürgerwiese. Das Kunstwerk ist ein Deutsch-Polnisches Projekt, basierend auf einem Entwurf von zwei Stettiner Architekturstudenten.

2009 Erschließung des Gewerbe- und Industriegebietes „Nordwest“ mit ca. 22 ha bebaubarer Fläche

2011 Öffnung des Kirchturms der St. Nikolai-Kirche für Besucher

2011 Fertigstellung der umfassenden Modernisierung und Erweiterung des Sportlerheims am Tannenberg

2011 Fertigstellung des Umbaus des ehem. Speichers in der Kirchstraße zu einem Psychosozialen Zentrum

2011/12 Wiedereröffnung der Badeanstalt nach Übernahme durch den Freibad-Verein, 2012 Neuerrichtung der Steganlage

2012 Kauf des Bahnhofsempfangsgebäudes und des Güterbahnhofs durch die Stadt Grevesmühlen

2010-13 energetische Sanierung der Grundschule am Ploggensee und brandschutztechnische Ertüchtigung

2017 Eröffnung des BürgerBahnhofs mit sozialen Einrichtungen, dem Jugendzentrum, einem Café und einem Veranstaltungsraum mit ein